Karin Ückert - bewegen, atmen, entspannen, wohlfühlen


Hallo,

Wer mich kennt, weiß, dass für mich die körperliche Gesundheit und die mental-psychische Gesundheit untrennbar voneinander sind und so biete ich sowohl Bewegungskurse und Personal Trainings an, als auch Angebote für Therapie, Gespräche, Beratung und Entspannung.

Beratung sollte, wie ich finde, nur erfolgen, wenn man auch um Rat gefragt wurde. Ein Blog ist eher dazu da, wie ich es nenne: „Impulse zu setzen“, also Ideen und Inspirationen aus meiner Erfahrung mit Dir zu teilen.
Soviel erst einmal zu meiner Intention.
Wenn Du mir auf meinen Blog antworten möchtest, kannst Du das gerne tun. Ich bin aber kein Freund davon, alles öffentlich zu machen, daher schreib mir doch einfach eine Mail oder eine Whatsapp als Antwort. Gerne tausche ich mich auf diese Art mit Dir aus.


14.05.2020
Haltung bewahren
Standhaft bleiben
Rückgrat zeigen
Corona hat die ganze Welt erfasst. Jeder ist auf seine Art betroffen. Mancher mehr, mancher weniger.

Das Wort „systemrelevant“ macht mir in diesen Tagen Bauchschmerzen. Ohne die Leistung mancher Berufsgruppen schmälern zu wollen steckt in diesem Wort eine starke Wertung. Manche sind wichtiger als andere suggeriert es mir und deshalb war im Shutdown das Irrelevante untersagt. Bei den jetzt folgenden Lockerungen gehen diese Bewertungen weiter. Obwohl ich grundsätzlich mit den Vorsichtsmaßnahmen der Regierung konform bin, macht infektionstechnisch natürlich nicht alles Sinn, was vorgegeben wird. Und wirft Fragen auf bezüglich der Wichtigkeit.

Relevanz ist etwas sehr individuelles.
Jeder hat da seinen ganz persönlichen Blickwinkel, abhängig davon, was er nutzt bzw. wovon er lebt. Wenn Du Camper bist, ist es dir wahrscheinlich egal, ob Hotels öffnen dürfen. Wenn Du Deinen Kaffee am liebsten zuhause auf der Terrasse trinkst, ist es Dir vielleicht egal, ob das Cafe an der Ecke öffnen darf. Und wenn Du gerade kein Geld zum Shoppen hast, weil Du mitten in Deiner persönlichen, finanziellen Coronakrise steckst, dann ist es Dir egal, ob die Geschäfte nun alle wieder öffnen dürfen.
Was bleibt ist die Wertung. Die einen dürfen, die anderen (noch) nicht. In einem Bundesland dürfen sie, im anderen nicht.

Ja, ich weiß, die Welt ist nicht gerecht.
Die bayerischen Pflegekräfte bekommen einen finanziellen Bonus. Die Physiotherapeuten, die Putzkräfte,…nicht. Ich gönne es den Pflegekräften. Ich hätte es aber auch den Putzkräften gegönnt, die täglich bei den Corona-Patienten einen wichtigen Teil zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen beitragen. Ich hätte es auch den Physiotherapeuten gegönnt, die versuchen, das Leid der COVID- 19-Erkrankten mit Atemtherapie abzumildern.

Kein Bonus- nicht systemrelevant?

Noch keine Arbeitserlaubnis- nicht systemrelevant?

Oder nur nicht laut genug gejammert?

Yoga/ Pilates könne man ja zuhause machen.... Fußball nicht…
Und Handball…Saison abgesagt- nicht systemrelevant?
Alles eine Sache der Lobby?
Ich möchte aber nicht auch noch anfangen zu jammern und zu werten. Ich hätte nur einen Wunsch:
Dass die aktuellen Entscheidungen mehr infektionstechnischen Sinn machen würden.

Und bis dahin? Bleibe ich kreativ. Und mache das, was ich gut kann: Ein Pilates Übungsprogramm mit dem Thema: Haltung bewahren!

Pilates Training in der Krise:
Körperhaltung und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Eine 2014 veröffentlichte Studie wies nach:
Eine aufrechte Haltung verringert die Tendenz, sich auf Negatives zu fokussieren.
Denn das Leben wird ungerecht bleiben, auch nach Corona. Und damit mich das nicht so runterzieht, sorge ich dafür, dass ich mich (immer wieder) aufrichten kann.
Ich sorge für meine innere und äußere Balance und Stabilität, damit ich die wahrscheinlich noch länger andauernde Durststrecke überstehe.
Denn eine gute Haltung verbessert nachweislich auch das mentale Durchhaltevermögen.
Ich bemühe mich um Aufrichtung und Aufrichtigkeit, um Haltung zu bewahren, wenn andere klagen.
In der Krise Rückgrat zeigen heißt für mich auch, nicht unreflektiert alles zu tun, was jetzt bei den Lockerungen wieder erlaubt ist, sondern eigenverantwortlich zu entscheiden, was infektionstechnisch vertretbar ist.

Dazu mache ich auch Pilates.
Du hast gedacht, Pilates sei nur so ein bisschen rückenfreundliche Gymnastik?
Tja sorry, es ist mehr. Es wird Dich auch innerlich aufrichten. Wenn Du Dich gut hältst, wirst Du besser denken können und motivierter sein.
„The mind is embodied, not just embrained“
So brachte es der Neurowissenschaftler A. Damásio auf den Punkt. „Der Geist gehorcht nicht nur dem Gehirn, sondern auch dem Körper.
Denn körperliche, emotionale und kognitive Prozesse sind miteinander verbunden und in Gedächtnisnetzwerken im Gehirn gespeichert.
Mit gezielten Körperübungen kannst Du also auch Dein Gehirn und Deine Psyche positiv beeinflussen.

Freu Dich schon mal auf ein aufrichtendes Pilates Programm, das ich Dir bald anbieten kann. Virtuell oder auch live...denn Sport in Kleingruppen und unter freiem Himmel ist seit Montag wieder erlaubt und sobald die Eisheiligen vorbei sind, kann´s losgehen!
Bis dahin herzliche Grüße
Karin


30.03.2020
Spazierengehen als Therapie:
baut körperliche Spannungen und Druck ab
verbessert die körperliche und geistige Flexibilität
wirkt stimmungsaufhellend
macht zufrieden

Bewegung ist wichtig! Gerade zu Zeiten von Ausgangsbeschränkungen. Viel von der gewohnten sportlichen Betätigung ist uns ja momentan nicht erlaubt. Daher habe ich erwartet, auf meinen täglichen Gassi-Runden massenhaft Leute zu treffen…tue ich aber nicht. Selbst am Wochenende und trotz Sonnenschein treffe ich definitiv nicht mehr Menschen als sonst. Das hat mich sehr erstaunt, ehrlich gesagt.
Für mich sind die Zeiten an der frischen Luft enorm wichtig. Ich mache das nicht nur, um meine Tiere zu bewegen, sondern auch, um mich selbst zu bewegen. Wenn mein Körper in Bewegung ist, kann ich auch besser nachdenken. Als ich mich auf die mündliche Heilpraktiker Prüfung vorbereitet habe, bin ich viel gegangen und habe dabei die Lerninhalte vor mich hin gesprochen. Das hat mir bei dem hohen Lernpensum wirklich geholfen.
Die kontinuierliche Gehbewegung baut körperliche Spannungen und Druckgefühle ab, das in Bewegung sein hilft meinem Geist, sich ebenfalls aus seiner Komfortzone heraus zu begeben und neue Möglichkeiten zu entwickeln, kreativ zu werden. So entstehen meine neuen Ideen, Blickwinkel und Gedanken oft draußen in der Natur. Und wenn dabei die Sonne scheint, umso besser. Licht wirkt stimmungsaufhellend, das ist auch wissenschaftlich belegt.

Ich gehe allerding auch bei Regen raus. Die Motivation zum Rausgehen bei schlechtem Wetter ist mit Hund natürlich größer. Aber ist man dann schon mal nass und der Hund total dreckig, dann kann man ja auch gleich die große Runde gehen, die eigentlich nicht geplant war. Dann lohnt sich das Saubermachen und Trockenlegen wenigstens richtig. Und mit einem besseren Gefühl wird man ebenfalls belohnt. In Kontakt mit Regen, Wind, Feld und Wald fühle ich mich umso mehr als Teil dieser Welt, sollte mir die Verbundenheit manchmal ein wenig abhandengekommen sein. Gerne mal testen, ob es Dir vielleicht ähnlich dabei geht.

BreathWalk®
Wenn du das Gehen mit einer meditativen Atemübung verbinden möchtest, kann ich Dir eine Variante des BreathWalk® ans Herz legen. Diese Idee stammt aus dem Kundalini Yoga. Es geht darum, die Ausatmung während des Gehens systematisch zu verlängern. Das Ziel ist, doppelt so lange auszuatmen, wie einzuatmen (2:1 Atmung). Taktgeber ist dein Schritttempo. Du gehst also in einem Dir angenehmen Tempo und atmest auf 3 Schritte ein und auf 6 Schritte aus.
Die meisten kommen mit diesem Einstieg ganz gut klar. Manche Menschen möchten aber etwas länger einatmen, also z.B. auf 4 Schritte. Das verdoppelte Ausatmen auf 8 fällt dann aber oft erst mal schwer.
So wäre eine Einstiegsalternative auch: 4 Schritte einatmen, 6 Schritte ausatmen. Das übst Du so lange, bis Du das Ausatmen auf 7 und später auf 8 Schritte verlängern kannst.
Beim Üben solltest Du Dich immer wohlfühlen und keine Atemnot verspüren. Wenn Du, wie im Yoga eigentlich gewünscht, dabei nicht so gut nur durch die Nase atmen kannst, atme einfach, wie es beim Gehen gut für Dich passt.

Anfangs reichen 3-5 min Üben am Stück, vielleicht 2 Wiederholungen pro Spaziergang.

Die 2:1 Atmung wirkt beruhigend auf das Nervensystem und ich empfehle sie bei Ängsten und innerer Unruhe, sowie abends zum Einschlafen (da natürlich ohne Walk, sondern in aufgerichteter Sitzhaltung).

Nun nichts wie raus an die frische Luft und ausprobieren!

Und gerne bei Gelegenheit wieder mal hier vorbeischauen. Bis bald und bleib gesund.
Herzlichst
Karin

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